Film- und Vortragsreihe: Unsere vergessenen Befreier. (De-)Koloniale Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg
Eine Veranstaltung von iz3w und Kommunales Kino Freiburg in Kooperation mit: ACT – Africa Center for Transregional Research, Blaues Haus Breisach, Centre Culturel Francais Freiburg, De/Coloniality Now, FAIRburg, Frankreich-Zentrum, freiburg-postkolonial, Institut für Sozial- und Kulturanthropologie, KoBra, Kulturaggregat, recherche international, Theater Freiburg, Weingut Dilger
Im Rahmen der für den Zeitraum März bis Juni 2025 geplanten Film- und Vortragsreihe mit dem Titel "Unsere vergessenen Befreier. (De-)Koloniale Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg" wird das Frankreich-Zentrum insbesondere die beiden Filmabende mit dem algerischen Filmemacher Mehdi Lallaoui begleiten und unterstützen.
Der Filmemacher wird an beiden Tagen vor Ort sein und gleich zwei seiner Filme in einem jeweils vorangestellten Podiumsgespräch vorstellen. Die Gespräche werden in französischer Sprache geführt und ins Deutsche übersetzt.
13.05.2025, 19:30 Uhr, Kommunales Kino, Urachstr. 40
LES MASSACRES DE SÉTIF, UN CERTAIN 8 MAI 1945 (Frankreich 1995, 56 min.) dokumentiert, warum der Tag des Kriegsendes in Europa bis heute in Algerien als ein Tag der Trauer gilt. An diesemTag schossen französische Siedler in der algerischen Stadt Sétif auf Demonstrant*innen, die nach der Befreiung Europas auch die Befreiung ihres Landes von der Kolonialherrschaft forderten. Der Film stellt Archive und Zeugenaussagen gegenüber, um den Schrecken zu schildern, den dieses Datum für Generationen von algerischen Nationalisten symbolisiert, die zehn Jahre später zu den Waffen greifen werden.

© Mehdi Lallaoui / Mémoires Vives Productions
14.05.2025, 19:30 Uhr, Kommunales Kino, Urachstr. 40
Mit SUR LES TRACES DE FRANTZ FANON (Frankreich 2021, 105 min.) präsentiert Lallaoui zudem ein Porträt des Vordenkers der antikolonialen Befreiungskämpfe Frantz Fanon. Der 1925 in Fort-de-France (Martinique) geborene Revolutionär kämpfte im Zweiten Weltkrieg für das Freie Frankreich und engagierte sich an der Seite der Algerier in ihrem Kampf für die Unabhängigkeit. Der Film begibt sich auf die Spuren von Frantz Fanon und entwirft anhand von Interviews mit seinen Weggefährt*innen ein Porträt dieses außergewöhnlichen Mannes.
Eingeladen zu dieser Vorführung ist auch Alice Cherki, eine Weggefährtin und Mitstreiterin Fanons. Die algerische Psychiaterin und Autorin hat als Zeitzeugin an dem Film mitgewirkt und eine Biographie Fanons veröffentlicht.
Das Gespräch wird gedolmetscht von Dr. Guillaume Fiedler-Plas (Frankreich-Zentrum).
Film- und Vortragsreihe
Den ausführlichen Programmflyer der Reihe können Sie hier einsehen: