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Lesung, Gespräch und Film zu Aya Cissoko, "Ma"

— abgelegt unter:

In Zusammenarbeit mit dem Centre Culturel Français Freiburg, dem Kommunalen Kino und dem iz3w (Informationszentrum Dritte Welt)

Was
  • Buchvorstellung und Gespräch
Wann 07.11.2018
von 19:00 bis 23:00
Wo Kommunales Kino, Urachstr. 40
Termin übernehmen vCal
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Lesung und Gespräch

Aya Cissoko, französische Schriftstellerin, Ex- Box-Weltmeisterin, Politikwissenschaftlerin, hat mit Ma die berührende Geschichte einer Mutter aus Mali und ihrer Tochter geschrieben, die zwischen Afrika und Europa, zwischen Tradition und Modernität ihren Weg suchen.

Einen Pressetext zum Veranstaltungsabend finden Sie hier.

 

©Jean-Baptiste Pellerin

  

Im Zentrum des Romans steht die Mutter, Massiré Dansira. Sie war im Alter von 15 Jahren ihrem Mann nach Frankreich gefolgt und muss sich nach dessen tragischem Tod durch einen rassistischen Anschlag als Alleinerziehende durchschlagen. Dabei stehen ihr zunächst die Männer der eigenen Community im Weg, die auch in Paris den Ton angeben: Sie wollen sie nach Afrika zurückschicken. Ohne deren Unterstützung setzt sie alles ein, was sie einmal in Mali gelernt hat, um aus ihre Kindern anständige und aufrechte Menschen zu machen.
Die Tochter und Ich-Erzählerin lebt ihrerseits im ständigen Kampf mit der Mutter. Sie wächst in Paris als modernes Mädchen auf und hält die Maximen aus Afrika für völlig fehl am Platze. Der Roman zeigt also auch, wie die zweite Generation den Widerspruch zwischen den traditionellen Vorstellungen in der Familie und den Anforderungen der französischen Gesellschaft offen angehen und für sich selbst lösen kann.
Ma ist die Geschichte einer mutigen Frau, die Liebeserklärung einer Tochter, denn trotz allem pubertären Widerstand bewundert sie die Mutter für ihren Mut, ihre Würde und ihre menschliche Stärke.

»Mit dem Lebensweg Massiré Dansiras verfolgen wir die Entwicklung einer im Verborgenen lebenden Feministin.« Libération
 

 Aya Cissoko wurde 1978 in Frankreich geboren. Ihre Eltern wanderten Anfang der 1970er Jahre aus Afrika (Mali) nach Frankreich ein. 1986 kommen ihr Vater und ihre Schwester bei einem Brandanschlag in Paris ums Leben. Sie entdeckt das Boxen für sich als Rückzugsort und wird 2006 Box-Weltmeisterin. Ein Bruch der Wirbelsäule beendet 2010 abrupt ihre Boxkarriere. 2011 veröffentlicht sie (zusammen mit Marie Desplechin) ihr erstes Buch, die Autobiografie Danbé, die unter dem Titel "Wohin ich gehe" verfilmt wird. Sie studierte Politikwissenschaften am Institut d’études politiques in Paris. 2016 erschien ihr zweites Buch, der Roman "n’ba" (Ma).
Aya Cissoko lebt in Paris.

Titel der Originalausgabe: N’BA. Ma mere (Editions Calmann-Lévy, 2016)
Deutsche Übersetzung: Ma (Verlag Das Wunderhorn, 2017; aus dem Französischen übersetzt von Beate Thill)

 

Filmvorführung

Im Anschluss an die Lesung wird der Dokumentarfilm "Mali Blues" von Lutz Gregor (D 2016, OmU) gezeigt. Der Film erzählt von vier Musikern aus dem westafrikanischen Mali, die mit ihrer Musik für einen toleranten Islam und ein Land in Frieden kämpfen.

 

Eintritt:

Lesung 10 € / 8 € erm.

Lesung und Film: 12 €

nur Film: 7 € / 5 € erm.

 


 

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